Archiv der Kategorie 'Termine'

25.06.: Prozess gegen Gengegnerin beginnt fast vier Jahren nach Aktion erneut

Gentechnik erscheint derzeit vielen als unvermeidliche Realität. Die Fütterung von Nutztieren mit südamerikanischem Soja ist seit Jahren gängige Praxis und löst kaum noch Empörung aus. Die „Nulltoleranz“ gilt zunehmend als unrealistisch und nicht praktizierbar. In Mexiko, dem Ursprungsland des Mais, hat Monanto beantragt dort 11 Mio. Hektar Genmais anbauen zu dürfen. In Bezug auf die Südlichen Staaten Afrikas ist ein neues Abkommen geplant, das den Menschen dort ihr Recht auf eigenes Saatgut nehmen würde. In Deutschland hat das BMBF ein neues Förderprogramm namens IPAS Innovative Pflanzenzüchtung im Anbausystem (IPAS, siehe www.ptj.de/ipas) eingerichtet, das unter anderem die Gentechnikindustrie fördert.

Dennoch gibt es Erfolge: 2013 ist in ganz Deutschland offiziell (ob es inoffiziellen Anbau gibt, kann schließlich keine_R wissen) keine einziges Feld mit gentechnisch veränderten Organismen geplant. Sicher auch ein Erfolg vielfältigster Aktionen von Gentechnikgegner_Innen in den Jahren zuvor.

Demo am Forschungsministerium

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Freitag, 09.11.: Prozess vor dem Landgericht Berlin

Diesen Freitag, den 09. November 2012 findet in Berlin wieder mal ein Prozess gegen eine Gentechnikkritikerin statt.

Zur Erinnerung – dies war geschehen:
September 2009. Gentechnikaktionstage in Berlin, Rostock und der Magdeburger Börde. Eine Kletteraktion vor dem JKI in Berlin. Gewahrsamnahme der Kletternden und umstehender Personen innerhalb und außerhalb des Geländes. Vorwurf Hausfriedensbruch. Einstellungen gegen die beiden Kletterinnen (nach jeweils einem Verhandlungstag) und
gegen andere auf dem Gelände gewesenen (ohne Verhandlung). Gegen eine Aktivistin, die dabei stand, wird das Verfahren aufrecht erhalten und es folgen immer wieder neue Verhandlungstage. (mehr…)

Bayern-Veranstaltungstour mit „Monsanto auf Deutsch“ und mehr

8. bis 15.11. durch Bayern und Österreich: Veranstaltungstour mit den beiden Ton-Bilder-Schauen von und mit Jörg Bergstedt

Im folgenden die konkreten Termine:
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Termine Oktober 2012

Fünfmal die Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.
In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet. Jeweils eine Firma (BioOK), eine Behörde (BVL = Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), das wichtigste Forschungszentrum AgroBioTechnikum (nahe Rostock) und der Lobbyverband InnoPlanta mit den jeweiligen Firmengeflechten werden vorgestellt. Am Beispiel eines kleinen Versuchsfeldes zeigt sich: Deutsche Genfelder sind nichts als Fördermittelbetrug, Schlamperei und der Wille, die Auskreuzung aktiv herbeizuführen.
Um die Wut zu Entschlossenheit statt zur Ohnmacht zu wenden, bildet ein Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes den Abschluss: „Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen!“.
Der Referent, Jörg Bergstedt, ist Aktivist und Autor des Buches „Monsanto auf Deutsch“, in dem die Gentechnik-Seilschaften beschrieben werden.

  • Mittwoch, 24.10. um 20 Uhr in Sigmaringen (Gasthaus „Zoller Brauerei“, Leopoldstr. 42):
  • Donnerstag, 25.10. um 19.30 Uhr in Marbach (Schlosskeller, Strohgasse 3; nahe Stuttgart ++ Flyer mit Rückseite)
  • Freitag, 26.10. um 19.30 Uhr in Schorndorf (Brauerei-Gaststätte „Kesselhaus“, Arnoldstr.3; Rems-Murr-Kreis ++ Flyer mit Rückseite)
  • Samstag, 27.10., 19.30 Uhr in Donaueschingen (Donauhallen) auf dem Berufs-Imkertag
  • Sonntag, 28.10., ab 14.30 Uhr in Bodenwerder (Kulturmühle, Ortsteil Buchhagen) mit anschließender Preisverleihung des Preises für Zivilcourage an den Referenten Jörg Bergstedt

Termine September (z.T. verändert!)

4. September: Treffen der Gentechnik-Seilschaften

Das InnoPlanta-Forum ist seit Jahren das größte und auffälligste Treffen zwischen Konzernen, Behörden, Lobbyverbänden und sogenannten ForscherInnen in der Agro-Gentechnik Deutschlands. KWS, Bayer, BASF, Pioneer, Monsanto und andere kommen, ebenso Fördermittel jagende WissenschaftlerInnen verschiedener Universitäten und Institute. Behördenleute, betagte und aktuelle JournalistInnen von ZDF, MDR, Zeitungen und anderen puschen das Treffen. Rundherum gruppierten sich Geldgeber, LobbyistInnen und VertreterInnen derer, die mit Grund und Boden die Sache unterstützten – von BürgermeisterInnen bis zur Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz (SBK).
Fünf Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen und Bayern haben Versammlungen entlang der voraussichtlichen Anfahrtsstrecke „Am Schwabeplan“ angemeldet. Sie planen ein buntes Programm von Protest und Information. Unter anderem soll es ein Spalier mit „Roten Karten“ entlang der Zufahrtswege geben bei gleichzeitig lockenden Geldscheine-Winken am Eingang.

  • Zeit: Dienstag, 4. September, 10-17 Uhr (angemeldete Proteste 9-18 Uhr)
  • Ort: BioTech-Campus bzw. IPK-Gelände in Gatersleben (Genaueres nicht bekannt)

10. September: Vorwurf des Betrugs durch Gentechnik„mafia“ vor Gericht!

Seit 2009 veröffentlicht der Buchautor und Aktivist Jörg Bergstedt immer neue Enthüllungen über Geldflüsse, Postenschieberei, Fälschungen, Schlampereien und Verstöße gegen Sicher-heitsauflagen rund um die deutschen Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen sowie die dahinterstehenden Firmen, Konzerne und Institute. Drei in den Netzwerken wichtigen Personen war diese brisante Kritik so unangenehm, dass sie die Kritik per Gericht verbieten lassen wollen. Nach drei Jahren voller Prozesse hat der Autor in allen Punkten gewonnen – nur einer steht noch zur Überprüfung an: Darf den LobbyistInnen und Firmen auch Betrug vorgeworfen werden? Und wenn ja: Warum ermittelt keine Staatsanwaltschaft?

  • Zeit: Montag, 10.9., 11 Uhr
  • Ort: OLG Saarbrücken (Franz-Röder-Straße, Raum 223)
  • Die GegnerInnen: InnoPlanta-/FDP-Mann Uwe Schrader, Firmengeschäftsführerin Kers-tin Schmidt und die Anwaltkanzlei des Saarbrücker FDP-Mannes Horst Rehberger gegen den Buchautor und Aktivisten Jörg Bergstedt (mit Anwalt Tronje Döhmer, Gießen).
  • Was bisher geschah, steht unter www.projektwerkstatt.de/gen/filz_brosch.htm.

Wichtiger Ergänzungshinweis:
Am 8. und 9. September gastiert der „Good Food March“ (www.meine-landwirtschaft.de/good-food-march.html). Der Autor Jörg Bergstedt wird dort voraussichtlich anwesend sein und am 9.9. abends die brisante Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch“ zeigen.

Neuer Prozesstermin in Saarbrücken ++ InnoPlanta-Forum

Das InnoPlanta-Forum steht unmittelbar bevor – aber noch VORHER (!) winkt ebenfalls ein wichtiger Termin: Die Verhandlung um das Kritikverbot in Saarbrücken. Darum schnell ein nächster Newsletter mit genau diesen Terminen.

Mittwoch, 29.8., 10.45 Uhr am OLG Saarbrücken (Franz-Röder-Straße, Raum 223): Erneute Verhandlung um den Versuch, Kritik an der Gentechnik“mafia“ in Deutschland zu verbieten – es geht „nur“ noch um den Vorwurf des Betrugs mit Förder- und Genehmigungsanträgen und -zahlungen. Gegner: InnoPlanta-/FDP-Mann Uwe Schrader, Firmengeschäftsführerin Kerstin Schmidt und die Anwaltkanzlei des Saarbrücker FDP-Mannes Horst Rehberger gegen den Buchautor und Aktivisten Jörg Bergstedt. Was bisher geschah, steht hier.

Dienstag, 4. September, 10-17 Uhr InnoPlanta-Forum 2012 (diesmal in Gatersleben)
Nochmal der Ort und Termin:– und NICHT in Üplingen, sondern in Gatersleben!!! Da, wo die größte Genbank liegt, wo seit Jahren Gentechnik-Firmen rumpfuschen, die ersten Bioparks vor über 10 Jahren entstanden – dorthin kehrt die Gemeinde der Seilschaften zurück. Das Programm ist erbärmlich: Die peinlichsten Figuren stellen selbst die überwiegenden ReferentInnen, diskutieren weitgehend mit sich selbst. Einen besonderen Schwerpunkt hat das Ganze nicht.
Guckt es Euch selbst an.
Wir rufen jetzt dazu auf, Busse, Fahrgemeinschaften und mehr klarzumachen. Gatersleben hat den Vorteil, auch per Zug gut erreichbar zu sein. Wir wollen den Gentechnik-Seilschaften deutlich zeigen: Wir wollen Euch nicht (mehr)! Aktionsideen dazu:
- Große „rote Karten“ basteln und entgegenhalten (möglichst alle)
- Straßenmusik, -theater, Transparente …
Fünf Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen und Bayern haben fünf Versammlungen entlang der Zufahrtsstraße angemeldet (alle Kreuzungspunkte entlang der Straße „Am Schwabeplan“.
Zeitplan für den 4.9.:
- Zwischen 8 und 9 Uhr: Ankunft an den verschiedenen Versammlungsorten (Kreuzungen von „Am Schwabeplan“)
- Ab 9 Uhr: Demo-Spaliere mit „Roten Karten“ entlang der Zufahrtswege, Geldscheine-Winken am Eingang

Und rundherum könnte noch mehr stattfinden – z.B. die Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch“. Wie wäre es vor dem 29.8. in Rheinland-Pfalz und/oder Saarbrücken??? Und vor dem 4.9. in Sachsen-Anhalt???

Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.
In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet. Jeweils eine Firma (BioOK), eine Behörde (BVL = Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), das wichtigste Forschungszentrum AgroBioTechnikum (nahe Rostock) und der Lobbyverband InnoPlanta mit den jeweiligen Firmengeflechten werden vorgestellt. Am Beispiel eines kleinen Versuchsfeldes zeigt sich: Deutsche Genfelder sind nichts als Fördermittelbetrug, Schlamperei und der Wille, die Auskreuzung aktiv herbeizuführen.
Um die Wut zu Entschlossenheit statt zur Ohnmacht zu wenden, bildet ein Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes den Abschluss: „Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen!“.
Der Referent, Jörg Bergstedt, ist Aktivist und Autor des Buches „Monsanto auf Deutsch“, in dem die Gentechnik-Seilschaften beschrieben werden.

Die nächsten Termine:

  • Montag, 6.8. abends im Waldcamp Hambacherforst
  • Donnerstag, 25.10. in Marbach (bei Stuttgart, Näheres folgt)
  • Freitag, 26.10. im Rems-Murr-Kreis (Näheres folgt)
  • Samstag, 27.10., 19.30 Uhr in Donaueschingen (Donauhallen) auf dem Berufs-Imkertag

Im November folgt dann eine Bayern- und Österreichtour mit der Veranstaltung.

Termine Mai/Juni 2012

Freitag, 27. April, ab 8.30 Uhr in der Messe Köln-Deutz (Eingang Nord, Messehalle 7, Deutz-Mülheimer-Straße 111): BAYER-Hauptversammlung mit Gegenreden, -anträgen und (hoffentlich) -aktionen

27.4. bis 1.5. in der Projektwerkstatt Saasen: Gerichtete Gerichte und jubelnde Justiz?
Austausch-Treffen zu Erfahrungen vor Gericht und hinter dessen Kulissen. Eingeladen sind alle Menschen mit Gerichtserfahrungen, die ihre Ideen und Wissen weitergeben sowie von Anderen Tricks, Kniffe und Probleme erfahren wollen. Gestaltet als Open Space, eingeladen vom Laienverteidigungsnetzwerk!

5. bis 28. Mai läuft übrigens eine Fahrrad-Protesttour gegen Tierhaltungsbetriebe und die ganzen Neubauten von Schlachthöfen und Mastanlagen im Raum Celle – Braunschweig. Ich werde da auch ein Stück mitfahren, wahrscheinlich vom 6. bis 11.5. und ab ca. 16.5. Näheres …
Auf jeden Fall gibt es während der Tour einmal den Vortrag „Monsanto auf Deutsch“, also die Ton-Bilder-Schau zu den Seilschaften. Und zwar in Königshorst Nr. 1 (Tagungshaus bei Wustrow im Wendland). Die vier Programmpunkte der ersten Tage:
• So, 6.5. um 11 Uhr in Königshorst: Training „Kreativer Polizeikontakt“
• So, 6.5. um 20 Uhr in Königshorst: Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“ (zum Inhalt siehe 3.6., Ankündigung)
• Mo, 7.5., um 11 Uhr in Königshorst: Workshop „Direct Action/kreativer Widerstand“ (mit Vertiefungsworkshops an den Folgetagen, die am 7.5. vereinbart werden)
• Mo, 7.5. um 20 Uhr in Königshorst: Lesung und Diskussion „Freie Menschen in freien Vereinbarungen“

Sonntag, 13.5. östlich von Rostock an den Versuchsfelder des AgroBioTechnikums: Kritischer Spaziergänge und mehr
• 15 Uhr: Rundgang (Inspektion) an den Feldern in Sagerheide (Treffpunkt Birkenallee 10/11, d.h. am Ortseingang von der B110 aus)
• Anschließend Kaffee, Kuchen und Zeit für Fragen/Diskussion auf dem Nachbargrundstück
• 17 Uhr auf dem Grundstück Birkenallee 10/11 (bei schlechtem Wetter im Haus): Vortrag und Diskussion „Den Kopf entlasten – Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in politischen Bewegungen“
Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, der Finanzkapital macht alles kaputt. Völkerrechtswidrige Kriege lehnen wir ab – demokratisch bomben ist schöner. Härtere Strafen für Nazis, Vergewaltiger und Umweltsünder. Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Mehr Kontrolle für Richter und Polizei. Leitungsnetze ausbauen für die Windenergie. Stärke des Rechts statt Recht des Stärkeren. Der Mensch ist halt ein Herdentier (oder neu: Schwarm). NPD-Verbot jetzt!
So oder ähnlich klingen viele politische Forderungen. Was sie gemeinsam haben: Sie blenden Machtebenen aus, verkürzten komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wollen sie billige Zustimmung einfangen – zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von AnhängerInnen und WählerInnen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Auf diese Weise betreiben viele Gruppen das Geschäft derer, die an den Hebeln der Macht sitzen. Sie wollen Einzelprobleme lösen und verschärfen dabei die Ursachen von Profit, Ausbeutungen, Unterdrückung und Umweltzerstörung. Wer das Gute will, dabei aber die Befreiung der Menschen außer Acht lässt, wird schnell zur Hilfstruppe derer, die immer mehr Kontrolle und Steuerungsmittel wollen – und auch immer das Beste versprechen.
Im Vortrag (bzw. Workshop) werden Prinzipien anti-emanzipatorischer Theorien, politischer Konzepte und Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind.

Montag, 14. Mai 2012 um 9.30 Uhr im Amtsgericht Oschersleben: Prozess gegen den Anmelder der Demonstration gegen das InnoPlanta-Forum 2011 wegen angeblichem Verstoß gegen Auflagen

Montag, 14.5., 19 Uhr an der Uni Rostock (Raum 323 im Haus 1 Ulmencampus): Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

Am 1. Und 2.6. gibt es in Berlin ein paar Aktionstrainings. Mehr in Kürze auf www.projektwerkstatt.de/termine.html

Sonntag, 3.6. um 13 und 16 Uhr auf dem Hoffest der Schlossimkerei Tonndorf (südlich Erfurt/Weimar): Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

Montag, 18.6. um 11 Uhr am Verwaltungsgericht Magdeburg (Breiter Weg 203, Saal 11): Prozess wegen der Klagen gegen die Polizeimaßnahmen im Rahmen des InnoPlanta-Forums 2010 (Festnahme von zwei DemonstratInnen mit Gewahrsam)

19.-21.6. in Bernburg: DLG-Feldtage – Werben für industrielle Landwirtschaft, u.a. ein Themenzentren „Gentechnik“, „Pflanzenschutz“ (=Giftspritzen) und „Energie vom Feld“ sowie Veranstaltungen von Monsanto und anderen

Voraussichtlich am 3./4.9. in Üplingen: InnoPlanta-Forum (Liste zum Eintragen für Interessierte).

Termine April 2012

Ab 15.4.: Veranstaltungstour „Monsanto auf Deutsch“ durch Sachsen

  • Montag, 16.4. um 19 Uhr in Schwarzenberg (im GRÜNEN-Bürgerbüro, Schwarzenberg, Markt 14): Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“ (zum Inhalt siehe 17.4.) ++ Ankündigung
  • Dienstag, 17.4. um 19 Uhr in Limbach-Oberfrohna (Gasthof Rußdorf/Sittner, Waldenburger Straße 150): Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“
    Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.
    In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet. Jeweils eine Firma (BioOK), eine Behörde (BVL = Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), das wichtigste Forschungszentrum AgroBioTechnikum (nahe Rostock) und der Lobbyverband InnoPlanta mit den jeweiligen Firmengeflechten werden vorgestellt. Am Beispiel eines kleinen Versuchsfeldes zeigt sich: Deutsche Genfelder sind nichts als Fördermittelbetrug, Schlamperei und der Wille, die Auskreuzung aktiv herbeizuführen.
    Um die Wut zu Entschlossenheit statt zur Ohnmacht zu wenden, bildet ein Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes den Abschluss: „Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen!“.
    Der Referent, Jörg Bergstedt, ist Aktivist und Autor des Buches „Monsanto auf Deutsch“, in dem die Gentechnik-Seilschaften beschrieben werden.

Prozessbeginn Donnerstag

Treffpunkt für den Prozess gegen Franziska am Donnerstag ist 8:30 Uhr vor dem Amtsgericht Tiergarten. Ab 9:00 Uhr wird dann im Saal 862 losverhandelt. Solidarische Begleitung ist sehr erwünscht. Auch Transparente, Kaffee und die Umsetzung eigener Ideen werden gerne gesehen ;)