Archiv der Kategorie 'Aktionen'

Gentechnikkritikerin braucht Unterstützung

Manche Aktionen wie beispielsweise Feldbefreiungen und Feldbesetzungen können direkt Sand im Getriebe der Gentechnikprofiteure sein. Genauso wichtig können aber immer wieder vielzählige kleinere und symbolischere Aktionen sein, um die Debatte über bestimmte Themen anzuheizen. Häufig erst der so entstandene öffentliche Druck neue Entscheidungen gegen die einflussreiche Gentechniklobby. Erst kürzlich entschied der EuGH, dass Honig, der mit gentechnisch veränderten Pollen verunreinigt wurde, nicht verkehrsfähig sei. Damit steht geschädigten Imkern ersmals Schadensersatz zu. Solchen Entscheidungen sind stets vielzählige kleine Veranstaltungen und Aktionen, getragen vom Engagement vieler einzelner Menschen vorausgegangen.

Kinderschminken am Ökomarkt Straßentheater: Kontrolle über's Essen

Ankettaktion vor dem BMBF Demo am Forschungsministerium

In einem solchen Kontext ist auch der Versuch einer Kletteraktion während der Gentechnikaktionstage von 2009 zu sehen. Damals versuchten zwei Aktivistinnen auf dem öffentlich zugänglichen Gelände des JKI (Gentechnikinstitut in Berlin-Dahlem) ein Transparent anzubringen. Dies wurde durch den Pförtner des Institutes unterbunden und den Kletterinnen und ihren Begleitpersonen wurde Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Mittlerweile sind die Verfahren gegen die beiden Kletteraktivist_innen und weitere Aktionsbeteiligte eingestellt. Nur gegen Unterstützerin Franziska, die das ganze lediglich vom Boden aus beobachtete, wird weiter prozessiert (Prozesstermin am 29.September). In den polizeilichen Ermittlungsakten findet sich neben einer namentlichen Auflistung ihrer Freiburger Mitbewohner_innen mehrfach der Vermerk, Franziska hätte eine am Tag vor der Aktion durchgeführte Demonstration gegen Gentechnik angemeldet.

Hier soll offensichtlich eine Person für ihr Engagement gegen die Gentechnik bestraft werden. Bitte helft mit dem entgegenzuwirken! (mehr…)

Zwei weitere Felder kaputt

Laut Ostseezeitung vom 10. Juli 2011 sind auf dem Gelände des Agrobiotechnikums bei Rostock zwei weitere Gentechnikfelder kaputt gegangen. Die Vielfach-Geschäftsführerin Kerstin Schmidt stellt nach eigenen Angaben nun die Fortsetzung der Genforschung in Deutschland in Frage.

Das erste Feld ist weg

Rüben hatte die KWS in Wetze (bei Northeim) gepflanzt. Aber die sind jetzt wohl weg. Unbekannte haben das Feld vernichtet. Minus 1.
Kritische Infoseite zum KWS-Feld: www.kws-gentechnikfrei.de. Bericht von der Feldbefreiung hier …

Brisantes Buch über Seilschaften der Agro-Gentechnik!

Autor vollendete das Werk im Gießener Gefängnis

Seit Anfang 2011 ist das neue Buch des Gentechnikkritikers Jörg Bergstedt erschienen. Es trägt den Titel „Monsanto auf Deutsch“ und zeigt damit bereits den Widerspruch. In Deutschland wird zur Agro-Gentechnik vor allem über den US-amerikanischen Konzern geredet. Blicke hinter die Kulissen der deutschen Akteure, immerhin drei Global Player und viele Kleinfirmen, fehlten bislang. Dieses Loch schrieb das 240 Seiten füllende Buch mit seinen Informationen über Personen, Organisationen, Behörden, Lobbytätigkeit, Geldflüsse und konkreten Beispielen. Zu allem finden sich präzise Quellenangaben – insgesamt ca. 2000! Seite für Seite erfolgt ein tiefer Blick in die Seilschaften der Agro-Gentechnik – das Buch ist wie eine Enzyklopädie der Akteure und Machenschaften. (mehr…)

Berlin, 10. September 2009: Protestaktion gegen Gentechnik brutal unterbunden

Transparent vor dem Julius Kühn Institut
Kletter_innen haben am Donnerstag Morgen in Berlin-Dahlem versucht, vor der Niederlassung des Julius-Kühn-Institutes (JKI) ein Transparent zwischen zwei Fahnenmasten aufzuhängen. Sie wollten damit auf die in ihren Augen skandalösen Verflechtungen zwischen Gentechnikindustrie und Kontrollbehörden aufmerksam machen, wurden aber von einem Security daran gehindert. Die Aktivist_innen wurden mitsamt ihren Unterstützer_innen am Boden in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt. „Mir wurde
brutal in den Bauch geschlagen. Meine Fingerabdrücke sollten genommen werden – dabei ist der Vorwurf Hausfriedensbruch, also eine Tat, wo weder zur Verhinderung noch Aufklärung Fingerabdrücke helfen.“ „Die Beamten sagten zu mir: >Die Abnahme der Fingerabdrücke wird schmerzhaft werden, also machen wir mal die Tür zu< , berichtet eine weitere Aktivistin, die mit Gewalt zu dieser Maßnahme gezwungen wurde. weiter…