Archiv für Mai 2010

Genfilz-Vortrag an Uni Rostock erst verboten, dann gestört!

Im Rahmen der Mecklenburg-Vorpommern-Rundtour hat die Uni Rostock für einen doppelten Paukenschlag gesorgt. Sie verbot die Veranstaltung über Gentechnik-Seilschaften auf ihrem Gelände. Angeblich seien nur ausgewogene Veranstaltungen an der Uni erwünscht. Eine absurde Behauptung – den war Ausgewogenheit mit dem Lehrangebot an der Agrarfakultät zu tun haben sollen, wo Prof. Broer und Umfeld seit Jahren für die Agro-Gentechnik trommeln, erklärt sich nicht so einfach. Dass Broer ihre Agro-Gentechnik-Leidenschaft nur ausüben, weil sie dafür bezahlt werden, hat Broer zwar selbst zugegeben, aber das macht auch nicht wirklich besser.
Der Vortrag fand dann am Mittwoch, 19.5., um 19 Uhr in Rostock, Heinrich-Böll-Stiftung in der Mühlenstr. 9/Ecke Gerberstr. statt. Doch auch das wollten die Gentechnik-Fans der Uni Rostock wohl nicht. Zwischen 20 und 30 StörerInnen (Studierende, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und ein Dozent/Versuchsleiter) versuchten, mit ständigen Zwischenrufen und vom Thema ablenkenden Fragen den Vortrag zu unterbrechen. Der Dozent (Versuchsleiter beim Genkartoffel-Überwinterungsversuch) Christoph Unger pöbelte Studierende mit anderer Meinung als „dreimal dumm“, einen Biobauern als „Hobbybauern“ und den Referenten als „bei Ihnen sind wohl die Synapsen durchgebrannt“ an. Die Ostseezeitung setzte einige Tage noch einen drauf und pöbelte gegen den Referenten als „Ex-Knacki“ und „Polemiker“.

Kurzer Prozess: LG Saarbrücken verhängt Maulkorb

Das Gericht hat – ohne jegliche Verhandlung und Beweisführung – einfach genau das, was Uwe Schrader und Kerstin Schmidt verlangt haben, auch als Urteil gefällt. Das Gericht ist ihnen zu 100% zu Willen – wie andere staatliche Einrichtungen (BVL, ZKBS, EFSA) den Gentechnik-Seilschaften ja auch.

Der Beklagte geht in Berufung – mal sehen, alle Gerichte im Saarland nichts als willige Vollstrecker von Konzerne- und FDP-Interessen sind.